Sinn4 – Multisensuale Erlebniswelten

Mit einer partiellen Veredelung mit UV-Mattlack und UV-Glanzlack gewinnt Print in Optik und Haptik. Der Wechsel aus matten und hochglänzenden Bereichen zieht die Blicke auf sich und vermittelt Wertigkeit. Der edle Glanz ertastet sich gleichzeitig in angenehm kühler Glätte.
Das glatte Erscheinungsbild durchbricht die Stanzung. Sie gibt kleine gezielte Ausblicke auf dasjenige, was hinter dem Titel verborgen liegt. Allein aufgrund des leichten Schattenwurfs wirken die Sterne plastischer, lebendiger. Sie können erfühlt und ertastet werden. So gewinnen sie eine räumliche Tiefe und bieten ein taktiles Erlebnis.

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Die Nachleuchtfarbe setzt wirkungsvolle optische Akzente. Aufgrund des Spiels mit dem Licht beginnen die Farben im Dunkeln zu strahlen. Die leicht raue Oberfläche lässt sich gleichzeitig sehr gut ertasten, so dass man das Strahlen auch gleich mit den Händen erkunden kann.
Auch der Prägefoliendruck erregt mit seinem lebendigen metallischen Neon-Schimmer Aufsehen. Dabei verleitet der changierende Regenbogeneffekt zum Spiel mit dem Licht.

Der transparente Folienüberleger intensiviert das strahlende Gelb der Seite und schützt gleichzeitig die Beflockung. Die aufgedruckten Icons sind nicht nur ein Eyecatcher, mit ihrem Vorher- Nachhereffekt verleiten Sie zu einer intensiven Beschäftigung.
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Die Beflockung schmeichelt den Sinnen mit einer samtweichen Haptik in Verbindung mit einer außergewöhnlichen Optik. Die flauschigen Fasern erheben sich wie ein zartes Relief über das Papier. So springen sie dem Betrachter direkt ins Auge. Die ungewohnt weichen Konturen verführen dazu, diesen mit den Fingerspitzen zu folgen. Und schließlich ist es die wunderbar samtige Oberfläche, die immer wieder fasziniert.

Mit dem Auge fühlen
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Feinste Details gewinnen an Tiefe und Dimension angesichts der leicht spiegelnden und in ihrer Farbigkeit geradezu leuchtenden Kaltfolie. Sie setzt das Auge so geschickt in Szene, dass es den Mittelpunkt bildet, ohne zu sehr im Vordergrund zu stehen. So gelingt es, Lebendigkeit in Bildern zu fangen.
Einen glänzenden Kontrapunkt setzt der Prägefoliendruck. Der edel schimmernde Streifen fängt beim Bewegen der Seiten das Licht ein und wirft es mit einem changierenden Strahlen zurück. Damit zieht er die Blicke magisch auf sich.
Der UV-Glanzlack schließlich ist mit seinem raffiniertem Glanz eine feste Größe, die dezent, aber erlesen im Hintergrund steht.

Laut Flüstern
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Die ungewöhnlich perlige Struktur des Hybrid-Effektlacks weckt gleich in mehrfacher Hinsicht sinnliche Neugier. Sie lässt sich mit den Fingerspitzen haptisch erkunden. Und sie lässt sich mit den Fingernägeln akustisch erfahren. Das sanft kratzende Geräusch, das dadurch entsteht, verlockt geradezu zum Spielen. Und schließlich besticht sie noch durch ihren kreativen Matt-Glanz-Effekte.
Zum Erkunden laden auch die Konturen der Blindprägung ein. Neben der visuellen Wirkung, die vor allem durch das Spiel mit Licht und Schatten auf ganz eigene Weise plastisch erscheint, sind es die detailreichen Formen des Reliefs, die taktile Perspektiven eröffnen.
Farbig-leuchtende Kontraste setzt der Prägefoliendruck in einem wunderbar satten, glänzenden Rot. Der metallische Schimmer harmoniert perfekt mit dem matten Glanz des UV-Mattlacks.
Der UV-Glanzlack setzt schließlich weitere optische Highlights, die gerade im Kontrast zum UV-Mattlack an Substanz gewinnen.

Strömungen spüren
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Mit Lenticular kommt Bewegung in den Print. Allein durch das Umblättern der Seite erahnt man schon die Geschichte, die hier erzählt wird. Und darin liegt auch der Reiz: Lenticulare geben Raum für ein besonderes Abenteuer, das in einzigartiger Weise von der eigenen Interaktion abhängt. Lenticular verführt zum Erleben.

Der Nase nach
Die Ein Hauch von Vanille entströmt der mit Duftlack veredelten Parfümflasche, wenn man sanft über die Seite streicht. Diesem Duft sagt man nicht nur eine beruhigende Wirkung nach, er ist auch eng verbunden mit der Erinnerung an schöne Momente. So können mit olfaktorischen Reizen Emotionen geweckt werden.
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Die weiche, samtige Oberfläche und der edle matte Charakter, die den Duft auf taktiler Ebene unterstützen, sind die raffinierten Besonderheiten der Veredelung mit einem Softtouchlack. Dem spürt man gern mit Augen und Händen nach.
Die feinsten Details bringt der Prägefoliendruck zum Glänzen. Die filigranen Linien erscheinen zart und fein und im edlen Silber-Seidenglanz umso kostbarer.
Der transparente Folienüberleger, der sich perfekt an die Seite schmiegt, verleiht dieser mit ihren zarten Blüten mit einem Hauch von Sommer den letzten Schliff.

Creatura
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Der Decoder Effekt verstärkt durch simple Technik Emotionen. Mit dem Schieben der Folie entschlüsselt man die Botschaft, das Geheimnis erfolgreicher Printprodukte: Das perfekte Zusammenspiel von Sehen, Hören, Riechen und Erleben. Sinn4
Die Broschur spiegelt nur einen Teil der Möglichkeiten wider, die das Creatura Team umsetzen kann. Die Komposition verschiedenster Effekte und verschiedenster Materialien bietet einen noch viel größeren Spielraum für das Außergewöhnliche.


Technische Umsetzung
der Creatura-Broschüre

Nachleuchtfarbe enthält spezielle Leuchtpigmente, deren Elektronen durch die UV-Strahlung des Tages- oder Kunstlichts angeregt werden. Die dadurch entstehende Anregungsenergie wird gespeichert und in Form von sichtbarem Licht wieder freigesetzt. So leuchtet die Farbe noch einige Zeit nach, selbst wenn die Lichtquelle bereits erloschen ist.

UV-Lacke werden inline oder auch offline aufgetragen und anschließend mit UV-Licht getrocknet und ausgehärtet. Die enthaltenen flüssigen und UV-reaktiven Kunststoffe vernetzen dadurch zu einer festen Polymerschicht. UV-Glanzlacke entwickeln aufgrund der harten Oberfläche nicht nur einen ungewöhnlich hohen Glanzgrad, sie reflektieren auch deutlich mehr Licht. Dadurch gewinnen sie an Schärfe und Farbbrillanz. UV-Mattlacke dagegen streuen das Licht stärker und verfügen deshalb über eine satte Mattheit.

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Bei Stanzungen werden bestimmte Konturen aus dem Bedruckstoff herausgetrennt. Dazu wird ein scharfkantiges Stanzwerkzeug mit hohem Druck auf das Material gepresst und so die Papierfasern konturenscharf voneinander getrennt.

Beim Prägefoliendruck werden metallisierte Folien mithilfe eines erhitzten Prägestempels unter großem Druck auf den Bedruckstoff aufgetragen. Bei der Planprägung wird dazu ein flacher Prägestempel verwendet, so dass die Folie quasi mit der Oberfläche des Bedruckstoffs verschmilzt und die Einprägung kaum zu spüren ist. Spezielle Diffraction-Folien brechen darüber hinaus mit winzigen Strukturen das Licht auf eine ganz besondere Weise. So entstehen leuchtende Metalliceffekte, die mit kaum einem anderen Verfahren so echt und lebendig wirken.

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Für den Flockdruck werden kurze textile Fasern in Spannung gesetzt und anschließend auf ein mit einem speziellen Dispersionsklebstoff beschichtetes Substrat aufgetragen. Ein elektrostatisches Feld zwischen einer Metallplatte unter dem Bedruckstoff und dem Metallsieb am Boden des Flockbehälters gewährleistet, dass die sich die Fasern gleichmäßig verteilen und senkrecht ausrichten.

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Kaltfolie wird mithilfe eines pastösen Klebers auf den Bedruckstoff appliziert. Über das Farbwalzensystem und eine konventionelle Offsetplatte wird dieser im ersten Druckwerk aufs Papier gebracht. Im zweiten Druckwerk wird die Transferschicht übertragen. Der nicht verklebte Folienanteil wird schließlich mit der Trägerfolie in der Aufrollstation aufgewickelt. Die Folien können auf diese Weise bei Produktionsgeschwindigkeit appliziert werden. Im gleichen Durchgang können die Folien mit konventionellen, UV- oder Hybrid-Druckfarben in den nachfolgenden Druckwerken zusätzlich überdruckt werden. So entstehen ganz neue metallische Farbtöne.

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Der Hybrid-Effektlack kombiniert die konventionelle Offsetlackierung mit einer UV-Lackierung. Das hat zum einen den Vorteil, dass zwischen der hochglänzenden UV-Lackierung und dem recht matten Öldrucklack ein interessanter Matt-Glanz-Effekt entsteht. Zum anderen wird aufgrund der unterschiedlichen Oberflächenspannung eine leicht körnige oder perlige Struktur erzielt, die zudem eine hohe Resistenz gegen äußere Einflüsse aufweist.

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Die Blindprägung ist eine Veredelungsvariante, die zu den ältesten gehört. Hierzu werden außer den Prägestempeln keine weiteren Materialien benötigt. Tatsächlich wird noch nicht einmal eine Prägefolie verwendet. Es wird allein der Bedruckstoff unter hohem Druck verformt. Für eine Reliefprägung wird mithilfe einer der Prägeform entsprechenden sogenannten Patrize ein Gegendruck erzeugt. Dadurch entsteht eine plastische Verformung.

Für Lenticulare benötigt man Bilder, die eine Bewegung in verschiedenen Phasen zeigen. In der Vorstufe werden diese in feine Streifen zerteilt und anschließend abwechselnd auf die Rückseite einer speziellen Linsenrasterfolie kaschiert. Die Linsen, sehr schmale Halbzylinder auf der Vorderseite der Folie, bewirken eine Bildtrennung. Die Augen fokussieren dasselbe Quellbild. Die Einzelbilder werden darum bei der Drehung der Folie vom Betrachter nacheinander wahrgenommen. Beim Motion-Effekt ergänzt das Gehirn dabei fehlende Bilder logisch, sodass ein filmähnlicher Bewegungsablauf entsteht.

Duftlacke enthalten mikroverkapselte Duftstoffe, die durch Reibung aktiviert werden können. Dadurch bricht die schützende Kapsel und das isolierte Aroma kann entweichen. Zu den gängigen Düften zählen neben Vanille auch Leder oder Schokolade. Es gibt einen nahezu unbegrenzten Variantenreichtum, da die Aromen im Labor synthetisiert werden.
Der lasierende und in der Regel transparente Softtouchlack wird im Offset, Flexodruck oder Siebdruck aufgetragen. Er bildet eine weiche, samtige bis gummiartige Oberfläche. Da er das Licht absorbiert, dämpft er zudem die darunterliegenden Farben. Dadurch bekommt der Print eine sehr matte Anmutung.

Der Decoder Effekt nutzt eine Schiebefolie mit aufgedruckten horizontalen schwarzen Parallaxbarrieren. Diese Folie wird über ein Print geschoben, der verschiedene Bildinformationen von verschiedenen Bildern enthält, die in der Vorstufe jeweils in feine Streifen geteilt und abwechselnd wieder zusammengesetzt wurden. Je nach Stellung der Schiebefolie geben die Barrieren den Blickwinkel auf jeweils eines der Bilder frei.
Beinahe sämtliche dargestellten Effekte können auf Papier, Karton und Folie realisiert werden.